{"id":2125,"date":"2017-04-22T20:45:52","date_gmt":"2017-04-22T18:45:52","guid":{"rendered":"http:\/\/silkanira.de\/blog\/?p=2125"},"modified":"2018-05-29T13:03:39","modified_gmt":"2018-05-29T11:03:39","slug":"ich-komme-wieder-keine-frage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/silkanira.de\/blog\/2017\/04\/22\/ich-komme-wieder-keine-frage\/","title":{"rendered":"Ich komme wieder, keine Frage&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Vor vier Jahren hatte eine Freundin mich gefragt, ob wir nicht gemeinsam zum Laufen nach &#214;sterreich fahren wollen. Das war f&#252;r mich aus Berlin eine total abwegige Idee. Was soll eine Flachlandtirolerin in den Bergen und das auch noch rennend?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ich bin einige Stra&#223;enl&#228;ufe gelaufen und hatte im Fr&#252;hjahr 2013 auch einen Halbmarathon geschafft. Also von Ausdauer sollte das kein Problem sein. Ich suchte mir so ziemlich jeden Berg in Berlin um Berge zu trainieren und bin letztendlich auch im Sp&#228;tsommer zum Women&#8217;s Trail gefahren.<\/p>\n<p>Lange fragte ich mich worauf ich mich eingelassen hatte und zweifelte an mir.<\/p>\n<p>Als ich dann damals beim Check-in ankam, wurde ich so herzlich empfangen, wie das in Berlin nicht m&#246;glich gewesen w&#228;re. Die Crew war super nett und es f&#252;hlte sich wie Familie an. Die anderen Teilnehmerinnen vergr&#246;&#223;erten diese tolle Gemeinschaft.<\/p>\n<p>Beim Start nach Sonnenuntergang zum Silvia Nacht-Trail war es im Start-Block ganz ungewohnt. Ich kannte Gedr&#228;nge und Geschupse sowie Run-Go-Run-Go-Passagen beim Start. Aber hier gab es Einzelstart im Abstand von 10 Sekunden und der Vorsprung war von den nachfolgenden Teilnehmerinnen im Nu aufgebraucht und meine Vorg&#228;ngerin hatte sich schnell von mir entfernt. Erstmals erlebte ich, dass meine kleine Petzl Lampe nicht hell genug war, denn fernab von allen Lichtquellen war es richtig dunkel. Der Trail war erst sehr flach um dann richtig in die Vollen zu gehen. F&#252;r mich f&#252;hlte sich das an wie eine 500 Meter hohe Treppe, die man hoch rennen sollte. Als das geschafft war, ging es seicht bergab. Und nach 5 km war das Rennen auch zu Ende. Ich kam nicht als letzte ins Ziel, aber auf der Ergebnisliste war ich schon ganz hinten. Das Grillen danach stillte den Hunger und Durst und lie&#223; den Abend nett ausklingen.<\/p>\n<p>Am n&#228;chsten Morgen dann die lange Panorama Tour &#252;ber die Almen und durch die T&#228;ler. Es war sch&#246;n anzusehen und beim Laufen tat es fast nicht weh. Ein Vorteil hat es &#252;brigens wenn man die letzte oder so ist, man hat immer Begleitung. Schlie&#223;lich muss die Crew hinter mir auch immer gleich die Markierung entfernen. Das war recht unterhaltsam mit der Musik aus dem Rucksack. Die Verpflegung auf dem Weg ist auch sehr gut organisiert. Auch wenn man selbst Wasser und ein Riegel dabei haben sollte. Manchmal gibt es eine lange Durststrecke. Kurz vor Ende des Samstagslaufs holte ich dann noch die vorletzte L&#228;uferin ein und wir liefen gemeinsam ins Ziel. Nach der Massage und dem Dinner ging es dann recht bald ins Bett. Man musste fit f&#252;r den dritten Lauf am n&#228;chsten Tag sein.<\/p>\n<p>Der Sonntag sollte f&#252;r mich die Kr&#246;nung werden. 12 km mit 1200 H&#246;henmetern hinauf auf den Wildkogel konnte ich mir nicht vorstellen, aber irgendwie hatte ich das sogar als vorletzte geschafft. Das war so eine sch&#246;ne Strecke mit dem Blick auf den Gro&#223;vendiger, dass ich im Ziel &#252;bergl&#252;cklich war und ich fuhr total stolz nach Hause.<\/p>\n<p>Weil ich das so toll fand, fuhr ich ein Jahr sp&#228;ter wieder nach Neukirchen. Ich traf einige bekannte Gesichter wieder und auch viele liebe neue Bekanntschaften. Die Stecken waren &#228;hnlich hatten aber ihren Reiz nicht verloren. Neben Massage, Dinner gab es noch Yoga und baden im Hauseigenen Pool.<\/p>\n<p>Wieder war ich total begeistert und wollte wieder kommen und somit wurde ich zur Serient&#228;terin.<\/p>\n<p>Bei meinem dritten Mal wurde dann aber die Location gewechselt und ich war gespannt wie das in Zell am See und Kaprun werden sollte.<\/p>\n<p>Als ich in Zell ankam war das wirklich wie nach Hause kommen. Die Start Zone genau am See war eine geniale Location.<\/p>\n<p>Der Nachtlauf ging diesmal nicht erst beschaulich flach los, so dass man nicht auf die Idee kommen konnte, dass dies ein kleiner feiner f&#252;nfer in der Stadt ist. So steil wie es im Dunkeln hoch ging musste man auch wieder runter. Und wer hier keine ordentliche Lampe hatte, konnte leicht &#252;ber die Baumwurzeln stolpern.<\/p>\n<p>Am Samstag verlief die Strecke rund um den Zeller See. Die tolle Panorama Tour war am Ende etwas fies. Man konnte ja von jedem Aussichtspunkt das Ziel sehen und die Musik hallte &#252;ber den See. Als man dann auf der Seepromenade lief, glaubte man gleich im Ziel zu sein, doch falsch gedacht. Man musste nochmal abbiegen und die fehlenden H&#246;henmeter einsammeln. Es ging durch kleine Pfade hoch hinaus und wieder runter, dann war man auch endlich da. Eine tolle Tour ging zu Ende. Am Nachmittag konnte man sich wieder massieren lassen, Yoga ausprobieren und nach einer &#220;berraschung zum abschlie&#223;enden Dinner gehen.<\/p>\n<p>Die Meute am Sonntag wurde dann wie geplant in Kaprun auf die Strecke zum Kitzsteinhorn hoch geschickt. Oh was war das? F&#252;r mich eine halbe Stunde recht flach ohne nennenswerte Steigung ging es bis zum einzigen Verpflegungspunkt bei diesem Rennen los. Und dann kam die Steigung, in Serpentinen ging es in den Berg hinauf. Irgendwie mussten ja die ausgeschriebenen 1300 H&#246;henmeter &#252;berwunden werden. Was war ich froh mich doch f&#252;r zum Mitnehmen der St&#246;cke entschieden zu haben. Man &#252;berquerte eine Alm und wieder konnte man das Ziel schon sehen. Die Mittelstation zum Gletscher hoch, aber das Ziel sehen hei&#223;t noch lange nicht im Ziel sein. Denn es ging nochmal um einen kleinen Berg herum. Dieser Lauf war echt anstrengend und brachte mich an meine Grenzen. Vor allem hatte sich mein leichtes Halskratzen in Halsschmerzen entwickelt. Aber ich schaffte es auch diesmal als letzte ins Ziel und war stolz und gl&#252;cklich.<\/p>\n<p>Ich wollte in 2016 wieder kommen. Aber leider wurde der Event ausgesetzt. Die Motivation daf&#252;r zu trainieren war davon geflogen und dies zog sich das ganze Jahr hin. Ich war traurig, denn die anderen Events sind mir alle zu lang. Mehr als Halbmarathon-Equivalente L&#228;ufe m&#246;chte ich nicht laufen, deshalb war der Women\u2019s Trail genau richtig. Viele liebe nette Leute, eine tolle Crew, tolle Sponsoren und engagierte Lokalpatrioten, all das ist der Women\u2019s Trail.<\/p>\n<p>Zum Ende des Jahres 2016 wurde ein Lichtblick auf Facebook gepostet und ich hatte wieder ein Ziel. In 2017 sollte wieder ein Women\u2019s Trail stattfinden. Ich war gespannt und voller Erwartung. Ich komme gern wieder.<\/p>\n<p>Nun sind es nur noch wenige Wochen bis zum Tag x. Mein Training l&#228;uft gut, die Berge werden jetzt auch wieder mit eingebaut.<\/p>\n<p>Wir sehen uns in den Bergen<\/p>\n<p>Hier noch meine Blockbeitr&#228;ge von den vergangenen Events:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/silkanira.de\/blog\/2013\/09\/23\/session-highlight-womens-trail\/\" target=\"_blank\">mein erstes mal<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/silkanira.de\/blog\/2015\/10\/11\/ooops-i-did-it-again\/\" target=\"_blank\">Ooos, I did it again &#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor vier Jahren hatte eine Freundin mich gefragt, ob wir nicht gemeinsam zum Laufen nach &#214;sterreich fahren wollen. Das war f&#252;r mich aus Berlin eine total abwegige Idee. Was soll eine Flachlandtirolerin in den Bergen und das auch noch rennend?<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6,5],"tags":[28],"class_list":["post-2125","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ja-wo-laufen-sie-denn","category-wann-wird-es-richtig-sommer","tag-womens-trail"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/silkanira.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2125","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/silkanira.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/silkanira.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/silkanira.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/silkanira.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2125"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/silkanira.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2125\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/silkanira.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2125"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/silkanira.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2125"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/silkanira.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2125"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}