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Warum ich den Women’s-Trail liebe

Laufen ist Freiheit, Laufen ist Spaß, Laufen ist Therapie und Laufen in Bergen ist einfach genial.

Die Berge sind nur total weit weg von Berlin und so muss ich mir die schönsten Momente beim Laufen gut einteilen. Daher plane ich dies mit einem kleinen Event bei den man auch immer liebe nette Leute trifft und sich wie in einer Familie wohl fühlen kann.

Also ich habe es wieder getan. Das vierte mal in Serie…

Seit ich in 2013 zum ersten mal nach Österreich zum Womens-Trail gefahren bin, war ich jedes mal dabei. Nach einer kleinen Event-Pause in 2016 fand dieser in diesem Jahr im Mai statt.

Ach was freute ich mich als Ende 2016 das Event angekündigt wurde. Somit hatte ich meine Winterdepression beim Training überwinden können. Auch wenn das Training wegen Arbeit und Wetter nicht so lief wie der Trainingsplan vorschlug, ging ich regelmäßig laufen. Ich arrangierte mich mit diesem ewig langen Fahrweg zur Arbeit direkt aus der City raus aufs Dorf je nach Verkehrsmittelwahl und Wetterlage zwischen etwa einer bis anderthalb Stunden in eine Richtung.

Nun war es an der Zeit für den Women’s-Trail 2017 und ich hatte eine Freundin aus Berlin überredet mitzukommen. 

Wir fuhren schon Donnerstag mit dem Zug nach Zell am See und hatten eine sehr kurzweilige Fahrt. Es hatte Spaß gemacht und plötzlich standen wir in Zell am See und wurden von einer liebenswerten Dame abgeholt. Wir checkten in der Jugendherberge für eine Nacht ein und dann wanderten wir auch erstmal in die City. Wir verschafften uns einen kleinen Überblick über Zell und das Wetter war einfach nur bombastisch schön.

Ein paar Streckenmarkierungen hatten wir auch gesehen.

Nach dem überraschend guten Abendessen in der Jugendherberge bewegten wir uns doch noch zum Zauber von Zell am See. Eine schön choreographierte Licht und Wasser Show.

Dann zollte das frühe aufstehen und die lange Fahrt Tribut und wir gingen zu Bett.

Freitag RACE-Day Nummer eins – Silva Night on Trail

Aber zuerst mussten wir noch die Jugendherberge verlassen und in das Romantik Hotel wechseln. Beim Frühstück trafen wir noch eine weitere Teilnehmerin, die aber in der Herberge blieb.

Wir rollerten mit meinem Koffer über den Radweg am See entlang zum Hotel. Beim Start/Ziel sichtete ich die ersten bekannten Gesichter. HP war schwer beschäftigt mit dem Aufbau.

Im Hotel angekommen war das Zimmer natürlich noch nicht fertig. Aber damit war fast zu rechnen gewesen, schließlich mussten wir sehr früh die JH verlassen.

Also Koffer abgestellt und los den Bewegungsdrang ausleben. Wir wanderten ein wenig durch die Stadt und kletterten einen kleinen Trail am Bach hoch. Die Aussicht war Postkarten gleich.

Mittags sind wir dann wieder zurück ins Hotel und konnten das Zimmer beziehen. Und das Romantik Hotel macht seinen Namen alle Ehre. Die Bettdecken waren zum Herz geformt.

Also Koffer auspacken und dann ab zur Startnummernausgabe im Intersport-Shop. Und da trafen wir uns Mädels. Alte Bekannte und neue Gesichter. Alle liebenswert!

Bei dem Rabatt schlug ich auch gleich noch mal mit einem Sport-BH von Anita zu. Schließlich konnte ich den im Vorfeld schon mal in meiner richtigen Größe testen. Und das hatte mich ganz überzeugt.

Anschließend chillten wir noch bei Kaffee und Kuchen und gingen anschließend zurück ins Hotel. Vorbereitung für den Abendlauf war angesagt.

Als es dann endlich dunkel war gab es zum erstenmal einen Massenstart in die Nacht. Alle Mädels mit einer Stirnlampe liefen zu AC/DC “highway to hell“ auf einmal los. Das sah echt genial aus.

Die Strecke war mir vom letzten mal bekannt, nur ging sie diesmal anders rum zur Alm hoch. An der einen oder anderen Stelle stolperte ich leicht, konnte mich aber gut abfangen. Der Weg war ganz schön hart, machte aber wieder richtig Spaß. Ich brauche etwa eine Stunde und war nicht ganz die letzte. Aber mit über 120 Starterinnen war das schon mal Rekord.

Nach der Siegerehrung ging es noch zum Grill&Chill wobei es schon echt spät war und wir uns so nur den Burger (auch vegetarisch) gegönnt hatten. Und dann mit vollem Bauch ab ins Bett.

Samstag – Raceday Nummer zwei – Viking Outdoor against Cancer Panorama Trail 

Das Hotel war super, dass Frühstück sah lecker aus. Aber vor 15+ km und 780 hm sich den Bauch mit Rühreier, Lachs und all den anderen Leckereien vollgeschlagen wäre keine gute Idee gewesen. Also wurde es nur Toastbrot mit Käse, Marmelade und Honig. Dazu gab es Rote Beete Saft und Kaffee.

Die Beine fühlten sich okay an. Mal schauen wie lange es so blieb.

Um 10 Uhr war der Start. Im Start/Ziel Bereich wuselte es schon ganz schön. Überall geschnatter. Und ziemlich alle Mädels trugen das Viking Stirnband von Outdoor against Cancer mit der pro Teilnehmerin insgesamt 10 EUR von Viking, Plan B und Zell am See an gespendet wurden.

Es hatte sich über Nacht abgekühlt und es war zu befürchten, dass es noch zu regnen beginnen könnte. Die Überlegung, was zieht man an beschäftigte mich. Schlussendlich entschied ich mich für kurzärmlig mit Armlingen. Nach einem kurzem Briefing ging es wieder mit dem Song “Highway to Hell“ auf die Strecke. Was für ein Gefühl. Aber schon sehr schnell war ich die Letzte. Da ich das nicht schlimm finde freute ich mich auf die Begleitung von Christian, dem Mitarbeiter des Tourismusverband Zell am See Kaprun.

Die Strecke war echt cool. Began sie doch wie der Nachtlauf. Nur diesmal konnte man so gar was sehen. Und Panorama war nicht zu viel versprochen. Das konnte sich echt sehen lassen. Es ging hoch bis zum Speichersee. Dort oben war zum Panoramagenuss die Versorgungsstelle. Ich füllte meine Flasche mir etwas Powerbar auf, naschte noch etwas Obst und lief dann weiter. Und da war es dann passiert. Die Jungs blieben noch etwas länger und das Schild führte mich auf die falsche Fährte. Als ich dann meinen Fehler bemerkte kam Christian mir schon hinterher und meinte ich kann unten bleiben, da führt ein Pfad auf die Strecke. Und schwups waren wir zurück auf dem Trail. Es ging vorbei an dem coolen Kindererlebnispfad “Schmittens Feuertaufe“. Das was ich da entdecken konnte, verspricht viel Spaß für alle Altersgruppen.

Kurz vor der Ebenbergalm traf ich eine Teilnehmerin, die telefonierend auf einer Bank saß. Als ich fragte ob alles okay war, gab es ein nein. Und die Jungs mit ihrer mobilen Bar kümmerten sich um das Mädel. Ehrlich, wäre weit und breit niemand da gewesen hätte ich auch angehalten und geholfen. Letzendlich war sie erschöpft mit Kreislauf runter und nach etwas zu essen und einem Red Bull gings wieder. Sie holte schnell auf und als wir ein Stück gemeinsam liefen, kam der nette Mann von der Medical Crew. (Ich kenn ihn jetzt schon so lange und weiß den Namen immer noch nicht)

Uns beiden ging es gut und er zog mit Anke ab. Ich trottete hinter her und erreichte das Ziel nur wenig nach ihr in etwas mehr als drei Stunden als 99.

Übrigens fühlten sich die Beine nach den fast 800 hm echt schwer und Pudding weich an. Und ich musste doch die eine oder andere Gehpause machen. Die Anstiege waren heftig. Aber der Abstieg viel härter.

Anschließend nach der Siegerehrung gab es noch Yoga, Massage und das Ladys-Dinner. Extra für uns wurde noch Zell am See Zauber “Happyness“ gespielt und wer wollte ging ins Casino. Wir beide waren total erschöpft so gingen wir ins Bett und ließen die Beine regenerieren.

Sonntag – Raceday Nummer drei – Anita Women’s Trail Challenge

Sonntag hieß es noch eine Stunde früher aufstehen da der Start des Lauf rund um den Zeller See war für 9 Uhr geplant war.

Aufstehen war schwer. Bei mir hielt sich der Muskelkater in Grenzen. Aber meine Freundin hatte sehr große Schwierigkeiten anständig grade aus zu laufen.

Nochmals gab es Schmalspurfrühstück. Und beim Briefing wurde gesagt das die Strecke wegen Hindernisse auf der eigentlichen Strecke gekürzt wurde. Ein paar Höhenmeter und auch Kilometer wurden gestrichen. Bis auf die insgesamt ca. 300 hm, die aber mehr als ausreichend waren, war die Strecke flach und mehr Asphalt haltig.

Die Strecke hatte Postkarten Aussichten und wieder konnte man über den See die Musik und den Ansager vom Ziel hören. Als ich nach ca. einer Stunde am höchsten Punkt angekommen war konnte ich hören, dass die erste Läuferin im Ziel angekommen war. Das war echt stark. Ich hatte weiterhin viel Spaß und auf dem Downhill hängte ich Christian ab.

Bei der Versorgungsstelle hatte ich das komplette Buffet zur Verfügung. Die Jungs meinten auch noch dass ich das leer essen müsse. 😉

Es folgte die Strecke die sich am längsten zog. Obwohl sie schön ist. Sehr schön zum spazieren gehen in Zell und vermutlich die wichtigste Ecke beim Triathlon. Es war flach direkt am Seeufer. Ich musste der Strecke bis zur Eisenbahn Unterführung folgen. Dann ging es nochmals​ bergauf und die Panorama-Strecke mit Blick auf den See war wunderschön. Nach dem letzten überqueren der Brücke folgten die letzten 500 Meter und ich musste anfangen bewusst zu atmen, da mich der Stolz und die Freude zu überwältigen drohte. Im Ziel wurde ich von allen angefeuert und beglückwünscht. Ich musste mit den Tränen kämpfen. Besonders süß waren die beiden Mädels, die mir die Medaillen umgehängt hatten. Es folgte wieder die Siegerehrung und nach dem Essen im Beachclub zerstreuten sich alle in die Winde. 

Wir genossen den Nachmittag auf dem Bett und pflegten die geschundenen Muskeln. 

Zum Abend trafen wir uns mir drei weitern Teilnehmerinnen zum essen.

Zusammenfassung
Ich war stolz, auch wenn ich mit Abstand die letzte war. 
Der Womenstrail ist immer ein tolles Erlebnis. Die Crew ist professionell und was wirklich schön ist, sie geben allen Teilnehmerinnen das Gefühl etwas besonderes zu sein.  Organisatorisch ist es super, dass jeder Lauf ohne Zeitlimit durchgeführt wird. 

So kann wirklich jede ausprobieren, wie das Berge laufen für einen ist.
Sofern der Termin passt, werde ich mir das Event auch wieder einplanen. 

FOTO CREDITS

  • Digital Photo; Copyright: Klaus Fengler. http://klausfengler.de/de/ Offizielle Fotos von Plan B 
  • WUSAONTHEMAINTAIN www.wusaonthemountain.at
  • Ich selbst 

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